Montag, 28. Mai 2018

Phosphat im Meerwasser Aquarium III



Liebe Meerwasser Aquarianerinnen und Meerwasser Aquarianer.
Ich begrüße Sie zum angekündigten dritten Teil meines Blogs
Heute geht es noch um ein weiteres biologisches Verfahren, dass eingesetzt wird, um den Anstieg von Phosphat im Meerwasser Aquarium zu begrenzen. Bakterien.
Aquarianer, die schon einmal ein Becken eingerichteten haben und in der Anfangsphase den Verlauf von NO3 und PO4 gemessen haben, konnten beobachten, wie die Werte zunächst kontinuierlich angestiegen und nach ca. 3 Wochen allmählich wieder gesunken sind. Der Grund für das Absinken der Messwerte liegt in der Aktivität von Bakterien, die ihre Arbeit im Becken aufgenommen haben. Mit ihrer zunehmenden Aktivität fällt der NO3 und PO4 Wert, was der Aquarianer gut mit den gängigen Tropftest verfolgen kann.

Wenn die Stabilisierung des Milieus den Bakterien zu verdanken ist, so war die Idee findiger Marketing Leute. Wieso nicht Bakterien Lösungen für Aquarianer anbieten, damit sich das Milieu schneller stabilisiert? Wieso das in meinen Augen clevere Menschen sind? Zum einen werden die Bakterien mit astronomischen Preisen von bis zu 1000€/l gehandelt und zum anderen kann jeder der in der Schule im Biologie Unterricht aufgepasst hat, solche Lösung mit minimalen Kapital Einsatz von nur einigen Cents selber herstellen. Es wundert mich daher nicht, dass Bakterien Präparate so stark beworben werden.

Was gibt es zu bedenken beim Einsatz von Bakterien?


Für Aquarianer die Bakterien in ihrem Aquarium einsetzen möchten, haben dabei folgende Punkte zu berücksichtigen:

Wie Algen müssen Bakterien mit Kohlenstoffverbindungen in flüssiger oder fester Form gefüttert werden. Es gibt dafür eigens speziell konstruierte Reaktoren die mit Nährstoff Granulaten o.ä. gefüllt sind und die langsam vom belasteten Aquarium Wasser durchströmt werden.

Hier fangen die Probleme an, Häufig werden von dem Wasserstrom Bakterien mitgerissen, die dann im Hauptbecken landen. Auf der Suche nach Futter landen sie häufig bei unseren SPS, Die kahlen Gewebe Stellen, häufig im Fussbereich, sind leicht zu erkennen. Der Aquarianer muss daher ständig (wöchentlich) die Biologíe seines Aquarium Wassers überprüfen.Um den Keimgehalt zu bestimmen verwendet man sogenannte DIP Tests. Dies sind kleine Plättchen die mit Nährstoffen beschichtet sind und in das Aquarium eingetaucht werden. Am nächsten Tag kann man mit dem bloßen Auge beurteilen, wie viele Kolonie sich auf dem Dip angesiedelt haben

Damit ist der Einsatz von Bakterien für mich eine sehr aufwendig und auch kostspielig Variante zur Reduktion des Phosphat Levels im Meerwasser Aquarium, da der Aquarianer immer bestimmte Technik vorrätig halten muss.

Zum Glück bietet die Chemie preiswerte Alternativen an, die frei von Nebenwirkungen sind.

Um diese chemischen Phosphat Absorber geht es in Teil IV am nächsten Montag.

Ich freue mich, wenn Ihnen mein kurzer Post gefallen hat und ich Sie am nächsten Montag wieder hier begrüßen kann.

Machen Sie es gut bis dahin.

Ihr Dr. Andreas Pilz


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