Montag, 18. Juni 2018

Phosphat i. Meerwasser Aquarium VI


Liebe Meerwasser Aquarianerinnen und Aquarianer ich begrüße Euch zum letzten Teil Phosphat im Meerwasser Aquarium Teil VI. Das Thema Dosierautomaten.

Ein Urlaubserlebnis


Bei meinem letzten Urlaub an der Cote d’ Azur fielen sie mir sofort wieder auf. Die johlenden Menschentrauben, die man überall am Strand sieht, bis die anrückende Polizei die Versammlungen auflöst. Es dauert aber nicht lange, da haben sich wieder neue neugierige Menschen um einen kleinen Klapptisch versammelt. Es sind die Hütchenspieler, die die Menschen magisch anziehen. Auch ich wollte mal einen Versuch starten. Mit äußerster Konzentration und Anspannung habe ich versucht mir die Schale zu merken, unter der die rote Kugel sich befindet. Nach zwei Stunden habe ich mich frustriert zurück gezogen mit der Einsicht den Trick mit den flinken Händen nicht zu erkennen.

Die Verbindung zu Dosierautomaten


Was hat meine Urlaubsgeschichte mit Dosierautomaten zu tun? Auch diese Automaten üben eine magische Anziehungskraft aus und man weiß nie was und wie viel von einem Spurenelement dosiert wird. Vom Spurenelement Eisen ist der Bedarf ca. 2 µg/100 L Tag. Eine zu geringe Dosierung zeigt keinen Effekt. Außerdem kann eine Überdosierung unerwünschtes Algen Wachstum beschleunigen.
Wie wir die Dosierautomaten einstellen müssen, damit genau 2 µg/100 L dem Aquarium zugeführt werden, wissen wir nicht, die verwendeten Lösungen haben keinerlei Gehaltsangaben.
Wenn Sie jetzt denken o. k. dann zurück in den Laden damit, warten Sie mal ab. Mit diesen Automaten kann man viel Zeit sparen, wenn man sie richtig nutzt.

Die Idee


Die Idee kam mir bei einem YouTube Video. Es ging dabei um die Präzision der Pumpen. Alle Dosierautomaten müssen vor dem Einsatz kalibriert werden, also das Volumen ermittelt werden, das reproduzierbar, also täglich ohne Abweichungen, dosiert werden kann. Ob man die Pumpe so einstellt, dass Sie 5 ml bei jedem Start Dosieren oder 3 ml, 7 ml oder, liegt an dem Aquarianer. Das gewählte Volumen muss er von Zeit zu Zeit überprüfen, ob es bei der gewählten Einstellung über einen längeren Zeitraum konstant bleibt. 
Wieso man so einen Arbeitsschritt macht, wenn man den Gehalt der Lösung nicht kennt; hat wohl eher was mit Marketing zu tun und nicht mit seriösen Arbeiten.
Eins haben die Verkäufer aber nicht bedacht!
Statt einer Lösung mit unbekanntem Wirkstoff Ggehalt kann man ja auch eine Lösung mit bekanntem Wirkstoff Gehalt nehmen, wie wir sie anbieten.

Die Umsetzung


Wie man eine Lösung für den Dosierautomaten herstellt, möchte ich im Folgenden am Beispiel des essenziellen Spurenelementes Eisen zeigen.
Zunächst kalibriert man seine Pumpe, der Einfachheit halber nehme ich mal 5 ml an, dies ist die Menge, die bei jedem Pumpen Start (einmal am Tag) gefördert wird. Die Kalibrierung kann auch ein anderes Volumen ergeben, dies muss dann in der Rechnung berücksichtigt werden!!
Unsere Empfehlung ist ein Tropfen je 100 L Aquarium Wasser für ein 400-l-Aquarium also 4 Tropfen am Tag

Der Clou


Statt die 4 Tropfen ins Aquarium zu geben, kann man sie auch zu dem Volumen geben, das die Pumpe in einem Arbeitsschritt fördert, also in meinem Beispiel zu den 5 ml.
Der Automat kann einem jetzt die Arbeit erleichtern, wenn man eine Lösung für mehrere Tage herstellt. Wir bleiben der Einfachheit halber bei unserem Aquarium mit 400 L Volumen.
Um das Volumen für einen größeren Zeitraum zu ermitteln, multipliziert man die gefundenen Werte Pumpen Volumen bei einem Arbeitsschritt und Zahl der Tropfen für das gewählte Aquarium am Tag mit der Anzahl der Tage für die die Vorrats Lösung ausreichen soll.

1.Beispiel



Möchte man einen Vorrat für 10 Tage, so multipliziert man das Pumpen Volumen mal 10 ebenso, wird die Zahl der Tropfen mit 10 multipliziert. 


Pumpen Volumen (5 ml)   *  10 =  50 ml Vorrats Volumen für 10 Tage
4 Tropfen  (Element Dosierung am Tag bei einem 400 L Aquarium)  *  10  =  40  Tropfen (zum Vorrats Volumen geben)

2.Beispiel


Möchte man einen Vorrat f. einen größeren Zeitraum herstellen z.B. für 50 Tage geht man wieder wie folgt vor:
Multiplikation des kalibrierten Pumpen Volumen mit 50 und Multiplikation der Zahl der am Tage notwendigen Tropfen in einem 400 L Aquarium ebenfalls mit 50.


Pumpen Volumen(5 ml)   *  50 =  250 ml ( Vorrats Volumen für 50 Tage )
4 Tropfen (Element Dosierung am Tag bei einem 400 L Aquarium)  *  50  =  200 Tropfen (Zur Vorrats Lösung geben.)


Zur Vereinfachung: 20 Tropfen = 1 ml, 200 Tropfen = 10 ml.


Die einzelnen Elemente sollten nicht miteinander gemischt werden und die Vorratsflasche sollte lichtundurchlässig sein.
Wenn man jetzt 2 Automaten hat, kann man sein Aquarium mit allen verbrauchten Spurenelementen/Nährstoffen versorgen. Das spart viel Zeit und beim Einsatz unser sparsamen Lösungen auch viel Geld!

Ausblick


Beim nächsten Mal gebe ich einen Spar Tipp. Es geht um die Karbonat Härte im Aquarium.
Danach mache ich ein paar Tage Urlaub bei meiner Freundin Marie in Frankreich. Der nächste Blog kommt daher etwas später.

Bis dahin verbleibe ich.

MfG Ihr Dr. Andreas Pilz


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen